Die Mitglieder des Nationalen Rats stehen vor einer Pressewand mit dem Titel „Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“: In der Mitte steht Dr. Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin, gemeinsam mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig.

Foto: Janine Schmitz/photothek.net

Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen
Forum für den Dialog von Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern aus Politik und Gesellschaft

ZusammenBund, Länder und Kommunen arbeiten zusammen an Verbesserungen.

UmfassendPrävention, Intervention, Hilfen und Forschung werden gemeinsam intensiviert.

EntschlossenErste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden bis Sommer 2021 vorgelegt.

Momentaufnahme während der Sitzung des Nationalen Rats: Kerstin Claus, Mitglied des Betroffenenrats, spricht von ihrem Platz aus zu dem Rest der Versammlung. Links neben ihr sitzen Renate Bühn und Tamara Luding, ebenfalls Mitglieder im Betroffenenrat.

Betroffenenrat beim UBSKM

Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs | Foto: Janine Schmitz/photothek.net

„Erstmalig werden Betroffene mit ihrer fachlichen Expertise und ihrem Erfahrungswissen von Beginn an in diese gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen einbezogen. Für den Betroffenenrat ist das ein Erfolg auch seiner Arbeit in den vielfältigen Themenfeldern gemeinsam mit dem Unabhängigen Beauftragten und verschiedenen Ministerien der Bundesregierung. Wir setzen durch die Arbeit des Nationalen Rats auf ein gestärktes konsequentes Handeln mit dem Ziel, am Bedarf Betroffener orientiert in flächendeckende Unterstützung und Hilfe, in Fachberatungsstellen, in Ausbildung und Qualifizierung, in Aufarbeitung und Prävention zu investieren.“

Zum Betroffenenrat

Konkrete Umsetzungsschritte für Verbesserungen erarbeiten

Von den Mitgliedern des Nationalen Rats werden bis Sommer 2021 Ziele und konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet, die dauerhaft zu Verbesserungen bei Prävention, Intervention und Hilfen, sowie bei Forschung zu sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche führen sollen.

Der Nationale Rat

Zusammenarbeit auf allen Ebenen fördern und stärken

Das Ausmaß sexualisierter Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche ist hoch. Politik und Gesellschaft können sexualisierte Gewalt nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung verringern. Der Nationale Rat führt einen Dialog auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen, um Schutz und Hilfen für Menschen, die von sexualisierte Gewalt und Ausbeutung in ihrer Kindheit betroffen waren oder sind, weiter voranzubringen. Dem interdisziplinären Gremium gehören neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Fachpraxis auch Mitglieder des Betroffenenrats beim UBSKM an.

Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen zu vier Themenfeldern

  • Schutz und Hilfen

    Schutzkonzepte in Bildung, Erziehung, der Behindertenhilfe und in der Freizeit, Interdisziplinäre Diagnostik, Schutz- und Hilfeplanung, gewaltspezifische Hilfeangebote im Gesundheits- und Jugendhilfebereich sowie im SER

  • Kindgerechte Justiz

    Qualität der Anhörung und der Vernehmung von Kindern und Jugendlichen, verbesserter Zugang zum Recht, interdisziplinäre Kooperation und Qualifizierung von Personen

  • Schutz vor Ausbeutung und internationale Kooperation

    Identifizierung und Hilfen für minderjährige Opfer von Menschenhandel, Online-Kontaktanbahnung und sexuelle Ausbeutung, Aufklärung und Unterstützung bei organisierter und ritueller Gewalt

  • Forschung und Wissenschaft

    Erhebung der Prävalenz und den Entwicklungsverläufen von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und Partizipation Betroffener an quantitativen Forschungsvorhaben

Themen der Arbeitsgruppen

Sitzungen